Vor kurzem hab ich mir ein mir ein Makro-Objektiv für meine Nikon D700 gekauft, welches auf den etwas umständlichen Namen “Tamron 180mm SP AF f/3.5 Di LD[IF]” hört.
Aber fangen wir von vorne an.
Ein Makro musste her, doch welches bei der Auswahl? Bei FourThirds war ja die Auswahl – sagen wir mal – sehr sehr übersichtlich. Neben dem 50mm gab es noch das ziemlich günstige 35mm. Beides, selbst wenn man es auf KB umrechnet sehr kurz und nur für unbewegte Motive geeignet. Das wollte ich nicht mehr, also musste was längeres her:
Nach beiden letzteren habe ich mich also umgesehen und prompt ein gebrauchtes Tamron in gutem Zustand gefunden. Kurz angetestet und gekauft.
Nachdem ich ja schon länger nichts mehr im Makro-Bereich gemacht habe und die lange Brennweite doch noch sehr ungewohnt war, waren meine ersten Versuche enttäuschend. Ohne Stativ und guter Beleuchtung ist nichts anzufangen (was mir eigentlich klar war). Doch bald hatte ich den Bogen raus und hatte gleichzeitig Blut geleckt.
Nachdem ich mich jetzt schon etwas mehr als ein Monat damit rumspiele, hier mein Fazit:
Das Objektiv ist wirklich rattenscharf, ähnlich, wie damals mein Zuiko Digital 50mm f2.0 Makro. Wirklich so scharf, daß man anschließend in der EBV wirklich sehr aufpassen muss, um das Bild nicht zu überschärfen.
Mit einem Nikon Objektiv AF-S VR 70-200mm 2.8G ED II kommt es natürlich nicht mit – Verständlicherweise, denn es kostet ja nur etwa ein Drittel. Dennoch greift es sich gut an, wackelt nicht und macht einen gut gebauten Eindruck. Mehr Plastik statt Metall, was sich aber dann auch im Gewicht niederschlägt. So wird es auch ohne Batteriegriff an der D700 nie kopflastig.
Da muss man sich erst dran gewöhnen. Nicht nur ist der AF mit dem Tamron nicht so treffsicher, fährt es dann auch noch durch einen endlos lang scheinenden Fokusweg von der Naheinstellgrenze von 47cm bis nach Unendlich. Und durch den fehlenden Motor im Objektiv, wird das ganze wahrlich zur Geduldsprobe. Das klingt jetzt im ersten Moment sehr negativ, ist es aber nicht. Da man im Makro-Bereich ohnehin anders arbeitet und auch oft manuell fokussiert, ist es nicht sooo tragisch. Nerven tut es trotzdem.
Wie schon im Punkt Autofokus beschrieben, arbeitet man ja im Makro-Breich anders. Ein gutes Stativ empfehle ich ebenso, wie einen Kabelauslöser um Verwacklungen zu vermeiden. Richtig im Outdoor-Einsatz musste sich das Objektiv jetzt noch nicht bewähren (dafür ist das Wetter einfach nicht gut genug), aber der Frühlung kommt ja bald.
Alles in Allen gesehen, bin ich angenehm überrascht von der Qualität des Objektivs und der Frühling kann gerne kommen!!!